Arbeit für Albaniens Jugend Mit RisiAlbania stärkt die Schweiz seit über zehn Jahren den albanischen Arbeitsmarkt – und schafft Perspektiven für tausende junger Frauen und Männer.
In Albanien ist rund jeder dritte junge Mensch ohne Arbeit. Die Wirtschaft wächst, doch der Arbeitsmarkt kann die Jugend nicht absorbieren. Die Fähigkeiten vieler junger Albanerinnen und Albaner passen nicht zu den Anforderungen der Unternehmen, Berufsberatung ist kaum verfügbar, und gerade in ländlichen Gebieten fehlt der Zugang zu guten Stellen. Das hemmt die Entwicklung des ganzen Landes.
Hier setzt RisiAlbania an – ein Beschäftigungsprojekt der DEZA, umgesetzt von Helvetas und Partners Albania gemeinsam mit dem albanischen Wirtschaftsministerium. Seit 2013 verfolgt das Projekt einen systemischen Ansatz: Statt nur einzelne Arbeitsplätze zu schaffen, wird der gesamte Arbeitsmarkt gestärkt – von der Berufsberatung über die Weiterbildung bis zur Wirtschaftsförderung.
RisiAlbania konzentriert sich auf drei Wirtschaftszweige mit besonderem Potenzial für junge Menschen: Agrarverarbeitung, Tourismus und Informationstechnologie. In der Landwirtschaft fördert das Projekt wachstumsorientierte Geschäftsmodelle – etwa für Heilpflanzen und Olivenöl. Im Tourismus stärkt es Verbindungen zwischen Betrieben, Reiseveranstaltern und Gemeinden. Im ICT-Sektor nutzt es Albaniens Vorteile im Bereich Outsourcing.
Ein Schlüssel zum Erfolg ist die Berufsberatung. RisiAlbania hat landesweit Karrierezentren aufgebaut, eine der ersten Online-Lernplattformen Albaniens mitinitiiert und die Radiosendung «Ora e Punës» – «Arbeitsstunde» – ins Leben gerufen. Diese erreicht über den zweitgrössten Radiosender des Landes junge Stellensuchende mit Bewerbungstipps, Interviews und Arbeitsmarktinformationen.
Die Bilanz nach über zehn Jahren ist eindrücklich: Rund 19’000 junge Albanerinnen und Albaner haben dank RisiAlbania eine Anstellung gefunden. 12’000 Jugendliche wurden weitergebildet, über 100’000 Personen haben Berufsberatungsdienste genutzt. Unterstützte Unternehmen erwirtschafteten einen Nettozusatzertrag von 3,9 Millionen Euro. Diese Zahlen zeigen: Der systemische Ansatz der Schweiz wirkt.
2025 endet die dritte und letzte Phase von RisiAlbania. Das Projekt zieht sich planmässig zurück – nicht ohne nachhaltige Strukturen zu hinterlassen. Die aufgebauten Berufsberatungsdienste, die gestärkten Branchenverbände und die verbesserten Ausbildungsangebote funktionieren zunehmend eigenständig. So wird die Wirkung über das Projektende hinaus gesichert – ein Beispiel für verantwortungsvolle Zusammenarbeit.
Weiterführende Informationen:
Webseite en: RisiAlbania
Webseite DEZA: Albanien
Weiterführende Informationen:
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Webseite DEZA: Albanien
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