Die Welt rückt für die Katastrophenvorsorge zusammen
Im Juni 2025 war die Schweiz Gastgeberin und Mitvorsitzende der weltweit führenden Plattform für Katastrophenvorsorge und stellte die Weichen für die nächsten fünf Jahre.
Handeln vor dem Sturm
Nur wenige Tage vor der Eröffnung der Globalen Plattform in Genf wurde Blatten in den Schweizer Alpen nach einem Gestein, Eis und Schlamm begraben. 300 Menschen wurden evakuiert, eine Person starb. Bei der Eröffnungszeremonie sagte die stellvertretende UN-Generalsekretärin Amina Mohammed auf das tragische Ereignis ein: „Frühwarnung rettet Leben, kann Gletscher jedoch nicht vor dem Verschwinden bewahren.“ Der Klimawandel verschärft Gefahren und lässt sie häufiger auftreten. Die Welt muss präventiv handeln – Risiken vor der Katastrophe reduzieren, und nicht nur reagieren.
Nur wenige Tage vor der Eröffnung der Globalen Plattform in Genf wurde Blatten in den Schweizer Alpen nach einem Gestein, Eis und Schlamm begraben. 300 Menschen wurden evakuiert, eine Person starb. Bei der Eröffnungszeremonie sagte die stellvertretende UN-Generalsekretärin Amina Mohammed auf das tragische Ereignis ein: „Frühwarnung rettet Leben, kann Gletscher jedoch nicht vor dem Verschwinden bewahren.“ Der Klimawandel verschärft Gefahren und lässt sie häufiger auftreten. Die Welt muss präventiv handeln – Risiken vor der Katastrophe reduzieren, und nicht nur reagieren.
Projekt-Highlight
Blatten ist kein Einzelfall. Im Oktober 2023 brach in Sikkim, Indien, ein Gletschersee – Dutzende Menschen kamen ums Leben, Hunderte werden vermisst, ganze Gemeinden wurden verwüstet. Im Rahmen des SCA-Himalaya-Projekts haben die DEZA und Schweizer Wissenschaftler mit der indischen Katastrophenschutzbehörde Überwachungssysteme an Gletscherseen installiert und nationale Leitlinien zur Katastrophenvorsorge entwickelt. Ein Ziel: Aufbau lokaler Kapazitäten, um präventiv handeln zu können. So setzt die Schweiz Katastrophenvorsorge in die Tat um, vom Himalaya bis zu den Alpen.
Blatten ist kein Einzelfall. Im Oktober 2023 brach in Sikkim, Indien, ein Gletschersee – Dutzende Menschen kamen ums Leben, Hunderte werden vermisst, ganze Gemeinden wurden verwüstet. Im Rahmen des SCA-Himalaya-Projekts haben die DEZA und Schweizer Wissenschaftler mit der indischen Katastrophenschutzbehörde Überwachungssysteme an Gletscherseen installiert und nationale Leitlinien zur Katastrophenvorsorge entwickelt. Ein Ziel: Aufbau lokaler Kapazitäten, um präventiv handeln zu können. So setzt die Schweiz Katastrophenvorsorge in die Tat um, vom Himalaya bis zu den Alpen.
Die Schweiz öffnet ihre Türen
DEZA Direktorin Patricia Danzi leitete die Plattform gemeinsam mit dem UN-Büro für Katastrophenvorsorge (UNDRR). Bundesrat Ignazio Cassis eröffnete die Konferenz im Namen der Schweiz und betonte die Dringlichkeit, zu handeln, bevor Katastrophen eintreten. Das Engagement der Schweiz ging weit über die Rolle als Gastgeber hinaus: Eine Delegation, bestehend aus Bundesbehörden, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Privatwirtschaft, trat mit einer klaren, gemeinsam erarbeiteten Position auf, die im Rahmen der Schweizer Beratungsgremium ausgearbeitet worden war.
DEZA Direktorin Patricia Danzi leitete die Plattform gemeinsam mit dem UN-Büro für Katastrophenvorsorge (UNDRR). Bundesrat Ignazio Cassis eröffnete die Konferenz im Namen der Schweiz und betonte die Dringlichkeit, zu handeln, bevor Katastrophen eintreten. Das Engagement der Schweiz ging weit über die Rolle als Gastgeber hinaus: Eine Delegation, bestehend aus Bundesbehörden, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Privatwirtschaft, trat mit einer klaren, gemeinsam erarbeiteten Position auf, die im Rahmen der Schweizer Beratungsgremium ausgearbeitet worden war.
Die globale Agenda gestalten
Der Genfer Aufruf zur Katastrophenvorsorge spiegelt die Prioritäten der Schweiz wider: in Prävention investieren, das Wissen über Risiken vertiefen, Anpassung an den Klimawandel und Katastrophenvorsorge forcieren, Finanzierungslücken schliessen, niemanden zurücklassen. Seine Stärke liegt in der kollektiven Dynamik, die er erzeugt. Kamal Kishore, Sonderbeauftragter des UN-Generalsekretärs für Katastrophenvorsorge, hob die Schweiz besonders hervor: nicht nur wegen ihrer Investitionen in die Katastrophenvorsorge, sondern auch, weil sie messbare Ergebnisse erzielt.
Der Genfer Aufruf zur Katastrophenvorsorge spiegelt die Prioritäten der Schweiz wider: in Prävention investieren, das Wissen über Risiken vertiefen, Anpassung an den Klimawandel und Katastrophenvorsorge forcieren, Finanzierungslücken schliessen, niemanden zurücklassen. Seine Stärke liegt in der kollektiven Dynamik, die er erzeugt. Kamal Kishore, Sonderbeauftragter des UN-Generalsekretärs für Katastrophenvorsorge, hob die Schweiz besonders hervor: nicht nur wegen ihrer Investitionen in die Katastrophenvorsorge, sondern auch, weil sie messbare Ergebnisse erzielt.
Lernen und Wissen teilen…
Das Wirken der Schweiz reichte weit über die Konferenzräume hinaus. Der Stand „Swiss Innovations“ brachte Bundesbehörden wie das Bundesamt für Umwelt und das Bundesamt für Bevölkerungsschutz, das SECO, MeteoSchweiz, die Versicherungsbranche, NGOs und die Wissenschaft zusammen ein lebendiges Beispiel für den gesamtgesellschaftlichen Ansatz zur Katastrophenvorsorge.
Das Wirken der Schweiz reichte weit über die Konferenzräume hinaus. Der Stand „Swiss Innovations“ brachte Bundesbehörden wie das Bundesamt für Umwelt und das Bundesamt für Bevölkerungsschutz, das SECO, MeteoSchweiz, die Versicherungsbranche, NGOs und die Wissenschaft zusammen ein lebendiges Beispiel für den gesamtgesellschaftlichen Ansatz zur Katastrophenvorsorge.
…auf Augenhöhe
Vier thematische Exkursionen führten 200 Expertinnen und Experten aus aller Welt in Schweizer Wälder, Städte und Forschungszentren, wo sie Erfahrungen zu Waldbrandprävention, Wassermanagement, Vorsorge gegen Hitzewellen und Klimadienstleistungen austauschten. Die Schweiz brachte ihr Wissen und profitierte ihrerseits von den Erfahrungen, Innovationen und das praktische Wissen der Partner aus allen Teilen der Welt.
Vier thematische Exkursionen führten 200 Expertinnen und Experten aus aller Welt in Schweizer Wälder, Städte und Forschungszentren, wo sie Erfahrungen zu Waldbrandprävention, Wassermanagement, Vorsorge gegen Hitzewellen und Klimadienstleistungen austauschten. Die Schweiz brachte ihr Wissen und profitierte ihrerseits von den Erfahrungen, Innovationen und das praktische Wissen der Partner aus allen Teilen der Welt.
Von Genf bis in jedes Dorf
Genf ist die Stadt mit der höchsten Konzentration an globalem Fachwissen im Bereich der Katastrophenvorsorge. – Dieses Ökosystem macht es zum weltweiten Knotenpunkt der Prävention: Hier laufen globale Politik, wissenschaftliche Erkenntnisse, Finanzinnovationen und praktische Erfahrungen zusammen. Die Schweiz fördert als Gastgeber diese Gemeinschaft. Christian Frutiger, Vize-direktor der DEZA und Co-Vorsitzende: „Katastrophenvorsorge ist eine strategische Investition, kein Kostenfaktor. Lasst uns heute in eine sicherere, widerstandsfähigere Zukunft investieren – für alle.“
Genf ist die Stadt mit der höchsten Konzentration an globalem Fachwissen im Bereich der Katastrophenvorsorge. – Dieses Ökosystem macht es zum weltweiten Knotenpunkt der Prävention: Hier laufen globale Politik, wissenschaftliche Erkenntnisse, Finanzinnovationen und praktische Erfahrungen zusammen. Die Schweiz fördert als Gastgeber diese Gemeinschaft. Christian Frutiger, Vize-direktor der DEZA und Co-Vorsitzende: „Katastrophenvorsorge ist eine strategische Investition, kein Kostenfaktor. Lasst uns heute in eine sicherere, widerstandsfähigere Zukunft investieren – für alle.“
Wetter- und Naturkatastrophen bedrohen Wohlstand und Entwicklung. Sie verursachen jährlich direkte und indirekte Kosten von bis zu 2,3 Billionen US-Dollar. Besonders betroffen sind ärmere Länder, die bei einem Katastrophenereignis mit einem Minus von bis zu 10 Prozent des BIP rechnen müssen. Gleichzeitig sind Investitionen in die Katastrophenvorsorge besonders wirksam: Jeder investierte Franken schafft einen Nutzen von bis zu vier Franken. 2025 stärkte die DEZA in 24 Ländern 362 Vorsorgesysteme; 4,3 Millionen Menschen profitierten dank DEZA-Projekten von besseren Schutzmassnahmen.
Weiterführende Informationen:
Global Platform for Disaster Risk Reduction
Geneva Call for Disaster Risk Reduction
DEZA Klima, Katastrophenvorsorge und Umwelt
Weiterführende Informationen:
Global Platform for Disaster Risk Reduction
Geneva Call for Disaster Risk Reduction
DEZA Klima, Katastrophenvorsorge und Umwelt
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